Arbeitsstelle Lernwerkstatt Sachunterricht
Kleidung
1. Materialliste
A. Vielfältigkeit/Details von Kleidung („Vom Reißverschluss zur Strumpfhose“)
1) Kleidermotte:
Bild einer Kleidermotte (s. Lit.: „Des Kaisers neue Kleider“), Kleidung
2) „Tabu“:
Kleidung, Bilder von Kleidungsstücken
3) Stoffreste-Puppe:
Tonpapier, Schablone einer Person (Mann/Frau/Mädchen/Junge), Stoffreste, Klebstoff, Schere
4) Schokoladen-Essen mit Hindernissen:
Schal, Mütze, Handschuhe, Zeitungspapier, Band, Messer, Gabel, Würfel
5) Wie funktioniert eigentlich ein Reißverschluss?:
Großer Reißverschluss, mehrere kleine Reißverschlüsse (in der Anzahl der Kinder), Lupe, Knöpfe, Fäden, Sicherheitsnadeln
6) Phantasiereise:
In einem unbekannten Land: Möglicherweise CD mit beruhigender Musik, CD-Player, Zettel, Stift
7) Kleider in anderen Ländern:
Bilder von Kleidung aus anderen Ländern, konkrete Beispiele
8) Berufspuzzle:
Kärtchen mit Menschen in verschiedenen Berufsbekleidungen
B. Funktion der Kleidung („Von Rittern und Raumfahrern“)
1) Fühlkiste (Kim-Spiel):
Karton (möglicherweise bemalt) mit zwei Löchern, die von hinten mit Filz, o.ä. abgehängt sind, verschiedene Kleidung (Regenjacke, Hut, Uniform, Blinkies, Schutzbrille, Plastikhandschuhe, etc.)
2) „Nasser Handschuh“:
Handschuhe, Schal, Tücher, Wasser, Ventilator
3) Wir machen uns unsere eigene Schutzkleidung!:
Möglicherweise Bilder von Schutzkleidung, verschiedene Materialien (z.B. Plastikfolie, Teppichreste, Alufolie, Band, Klebeband, Stoffreste, u.a.) möglicherweise Nadeln, Farbe, Stifte
4) Wozu kann Kleidung gut sein?:
Mindestens DinA2- Blatt oder besser Tapete, o.ä., Stifte (dicke Buntstifte, o.ä.), Zeitschriften, Kataloge mit Kleidung, Kleidungsreste
5) Astronautenkleidung:
Glas mit Schraubverschluss, einen Strohhalm, Knete, Luftballon
6) Warum wärmt Kleidung:
zwei Flaschen, ein Schal oder Wolltuch, ein Thermometer, eine Uhr, heißes Wasser
C. Herstellung von Kleidung („Kartoffel mal anders“)
1) Kartoffeldruck:
Kartoffeln (große), Messer, Farbe (Plakafarbe, Fingermalfarbe, Stoffmalfarbe, o.ä.), T-Shirts, o.ä. (am besten in einer hellen Farbe), Pappscheibe, Ausstechformen vom Backen
2) Fühlmemory:
Verschiedene Stoffe auf gleich großen Pappquadraten (etwa 10x10cm) in zweifacher Ausführung (z.B. Jeansstoff, Gardine, Nylon, Seide, Wolle, u.a.), Tuch zum Verbinden der Augen
3) Ratequiz:
Stopfpilz, Öse, Sticknadel, Häkelnadel, Stricknadel, BH-Verschluss und andere ungewöhnliche Kleidungsteile oder Herstellungsgegenstände, (möglicherweise Karten mit Auflösungen, um was es sich hier handelt)
4) Weben:
Selbst erstellter Webrahmen aus Pappe (schwarz, o.ä.), Schiffchen, Wolle (weiß, o.ä.),
D. Entstehung und Entwicklung von Kleidung („Reise in die Welt der Kleider“)
1) Zeitreise (Steinzeit, Römerzeit, Barock, 1970er):
Zeitmaschine (Pappkarton mit bunter Farbe, Federn, Stoff und anderen Ornamenten und einem Lenkrad, das sich drehen lässt), Felle, Toga (weißer Leinen), Bilder von Barock-Kleidern, 1970er-Kleidung
2) Zeitstrahl:
Tapete, o.ä., Stoffreste, Farbe, Stifte
3) Puzzle:
Auf Pappe aufgeklebte Abbildungen von Steinzeitmenschen, Frauen in Barockgewändern, o.ä., die als Puzzle ausgeschnitten sind
E. Reinigung und Aufbewahren von Kleidung („Fleck und Weg“)
1) Fleckensammeln: Ketschup, Nuss-Nougat-Krem, Kettenschmiere, Marmelade, etc. , heller Stoff oder weißes T-Shirt
2) Verschiedene Waschprogramme: 3 große Schüsseln (Plastik-Boxen), Wasser, Waschpulver, Gallseife, Kernseife, Fleckensalz, (chemischer) Fleckenentferner, Waschbrett, Wäscheleine
3) Zusammenlegen: Verschiedene Kleider (Hemden, Hosen, o.ä.), Kleiderbügel (verschiedene Arten)
4) Mottenkugeln: Mottenkugeln (verschiedene Arten/ Gerüche)
5) Geheimschilder: Schilder aus den Kleidern, Kleidung
F. Sonstiges
1) Modenschau: Eine große Auswahl an Kleidung (möglicher Bezug: Altkleidersammlung), Laufsteg (Matten in der Turnhalle), Moderator/ Moderatorin
2) Der „Klassenpantoffel“: Selbst erstellte oder mitgebrachte Pantoffeln, falls selbst erstellt: Pappe, Stoff, Stift, Schere
3) Kostümfeier: Kostüme vom Fasching/ Karneval, Luftschlangen, Konfetti, Luftballons, etc.
4) Spiel: Kleider machen Leute: Spielplan Spielfiguren, eine Sanduhr, Spielkarten, Würfel, Block Papier, Stift
2. Handlungsanregungen
A. Vielfältigkeit/ Details von Kleidung („Vom Reißverschluss zur Strumpfhose“)
Hier kannst du entdecken, dass Kleidung ganz und gar nicht langweilig ist, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag. Lass dich überraschen, wieviele aufregende Dinge es zu erforschen gibt, die sonst vielleicht nur eine kleine Kleidermotte sieht.
1) Kleidermotte
Lass dir das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ vorlesen (leichtere Variation: Die Bilder werden gezeigt. Schau dir das Bild der Kleidermotte genau an und stell dir vor, du wärst eine. Wühl dich durch einen Kleiderberg und schau dir alles genau an, auch die ganz kleinen Dinge wie die Motte mit ihren kleinen Augen.
2) „Tabu“
Vielleicht hast du schon einmal das Spiel „Tabu“ gespielt. Man spielt es mit mindestens vier Kindern. Dabei bekommt ein Spieler ein Wort, das er den anderen erklären muss, ohne das eigentliche Wort zu benutzen. Hier kannst du das gleiche spielen, nur dass du ein (Bild eines) Kleidungsstück(s) bekommst und erklären musst. Der Reihe nach erklärt jede und jeder einen Begriff..
3) Stoffreste-Puppe
Oder du kannst mit der Modebox deine eigene Modenschau machen. Ziehe den Figuren unterschiedliche Kleidung an. Wer trägt welche Kleidung? Vielleicht können die Figuren ihre Kleider tauschen?
4) Schokolade-Essen mit Hindernissen
Pack eine Tafel Schokolade in mehrere Lagen Zeitungspapier ein und binde es mit dem Band gut zu. Dieses Spiel spielt man mindestens zu viert. Würfelt zu Beginn. Wer die höchste Zahl hat, beginnt. Dieser nimmt Schal, Mütze und Handschuhe und versucht nun mit dem Messer und der Gabel das eingepackte Stück Schokolade freizulegen. Währenddessen würfeln die Mitspieler der Reihe nach. Wer eine 6 würfelt bekommt schnell die Kleider und darf nun sein Glück versuchen. Gewonnen hat derjenige, der es schafft, die Schokolade zu essen.
5) Wie funktioniert eigentlich ein Reißverschluss?
Stell dir vor, du bist ein Forscher und entdeckst als erster einen ganz sonderbaren Gegenstand, den man wohl „Reißverschluss“ nennt. Nimm die Lupe und schau ihn dir genau an, damit du deiner Chefin davon berichten kannst. Was passiert eigentlich? Warum heißt der Gegenstand wohl „Reiß-Verschluss“?
Welche anderen Methoden kennst du noch, um Stoffe miteinander zu verbinden? Versuche mit diesen Materialien Stoffe miteinander zu verbinden. Welche eignen sich besonders gut?
|
|
|
|
6) Phantasiereise: In einem unbekannten Land
Geh mit einer kleinen Gruppe und der Lehrkraft in einen anderen Raum. Ganz ruhig muss es sein. Vielleicht hängt ihr ein Schild an die Tür, dass keiner stören soll. Eine beruhigende Musik kann helfen, dass ihr ganz ruhig werdet. Hört euch die Geschichte an: (Geschichte langsam vorlesen; an geeigneten Stellen Pausen machen)
„Stell dir vor, du machst eine kleine Reise. Mit einem Boot bist du auf dem weiten, weiten Meer und die Sonne scheint. Du legst dich gemütlich hin und lässt dich wärmen. Du wirst so ruhig und entspannt, dass du beinahe einschläfst. Aber da hörst du ein Geräusch und einen Rumms. Das Boot ist an einer Insel angekommen und auf Grund geschlagen. Neugierig steigst du aus und beginnst die Gegend zu erkunden. Was kannst du um dich herum erkennen, geh etwas umher. ... Du siehst einen Menschen auf dich zukommen, aber du hast keine Angst, sondern freust dich, jemanden zu sehen. Auch andere kommen und begrüßen dich herzlich. Es scheinen ganz normale Menschen zu sein, doch eins ist sonderbar: Sie tragen Kleider, die du noch nie zuvor irgendwo gesehen hast. Die Farben, die Formen und die Schnitte... Schau sie dir genau an. Was ist das Besondere an ihnen? ... Zum Dank für deinen Besuch schenken die Menschen dir die schönste Kleidung, du darfst sie mitnehmen. Du steigst wieder in das Boot, winkst den Leuten noch mal zu und fährst wieder nach Hause zurück. In deiner neuen Kleidung lässt du dich wieder von der Sonne wärmen und kommst langsam wieder in der Schule an. Langsam öffnest du deine Augen, reckst und streckst dich und richtest dich auf.“
Erzählt, wie die Reise für euch war. Welche Kleidung habt ihr bekommen, malt sie vielleicht auf.
7) Kleider in anderen Ländern
Schaut euch die Bilder echter Kleider aus anderen Ländern an. Was fällt euch auf? Könnt ihr Unterschiede in der Kleidung entdecken? Wo trägt man sehr dicke Sachen, wo sehr dünne? Aus was sind sie hergestellt? Welche Farben werden benutzt? Vielleicht habt ihr ein ausländisches Kind in der Klasse, das eine Tracht oder etwas anderes aus seinem Land hat. Fragt es, ob es das mal mitbringt.
8) Berufspuzzle
Hier hast du viele verschiedene Kärtchen mit Menschen darauf. Sie sind alle unterschiedlich angezogen. Versuche sie richtig zusammen zu setzen. Kannst du an der Kleidung erkennen, welchen Beruf sie haben?
B. Funktion der Kleidung („Von Rittern und Raumfahrern“)
Stell dir mal eine Welt ohne Kleider vor, alle wären nackt. Zuerst ist das vielleicht ganz lustig, aber du merkst, dass wir unsere Kleidung für ganz viele Dinge gebrauchen. Entdecke, warum z.B. ein Ritter ohne Rüstung kein Ritter mehr wäre.
1) Fühlkiste (Kim-Spiel)
In einen großen, dafür vorbereiteten Karton kann dir ein Mitspieler ein (oder mehrere) Kleidungsstück(e) legen. Du kannst es durch Ertasten erraten, um was es sich handelt.
2) „Nasser Handschuh“
Nimm einen Handschuh (oder einen Schal oder Tücher) und mach ihn nass. Dann ziehe ihn an und halte ihn vor einen angestellten Ventilator. Was merkst du? Warum fühlt es sich so an? Überlege zusammen mit anderen.
3) Wir machen uns unsere eigene Schutzkleidung!
Du hast viele Materialien zur Verfügung: Folie, Alu-Papier, Teppichreste, Band und viele andere Dinge. Versuche nun aus diesen Sachen irgendeine Kleidung herzustellen, die dich vor etwas schützt. Vor was soll sie dich schützen? Überlegt zusammen, welche Schutzkleidung es gibt. Schaut euch auch Bilder dazu an.
4) Collage - Wozu kann Kleidung gut sein?
Hier siehst du verschiedene Menschen mit unterschiedlicher Bekleidung. Ordne die Kärtchen mit den Funktionen der Kleidung zu.
Du kannst auch viele Zeitschriften und Kataloge nehmen und Bilder von Kleidungsstücken ausschneiden. Dann überlege, für was die einzelnen Sachen gut sein können. Kann man vielleicht mit dem einen schick in ein Restaurant gehen, mit dem anderen zur Arbeit und mit noch einem anderen Kleidungsstück nur ins Bett. Überlegt in der Gruppe. Trennt die Sachen und klebt sie auf ein Blatt so zusammen, dass man sie unterscheiden kann.
|
|
|
|
|
|
5) Astronautenkleidung
Mit diesem Versuch kannst du erforschen, warum ein Astronaut im Weltall spezielle Kleidung braucht? Sauge die Luft durch den grünen Strohhalm aus dem Glas. Jetzt ist in dem Glas keine Luft mehr vorhanden. Was passiert mit dem Luftballon in dem Glas? Der Luftballon soll der Astronaut sein. Überlege, warum er einen Raumfahranzug benötigt.
6) Warum wärmt Kleidung?
Fülle zwei Flaschen mit heißem Wasser. Umhülle die eine mit einem Schal oder Wolltuch und lasse beide Flaschen nebeneinander stehen. Prüfe nach etwa einer halben Stunde die Wassertemperatur. Kannst du einen Unterschied feststellen? Fällt dir eine Erklärung dazu ein?
C. Herstellung von Kleidung („Kartoffel mal anders“)
Wolltest du nicht immer schon selber entscheiden, wie deine Hose oder dein T-Shirt aussieht, welche Farbe oder welche Form es hat? Mach es doch einfach selber und entdecke dabei auch wie andere Leute Kleidung machen.
1) Kartoffeldruck
Lege zuerst deinen Tisch mit Zeitungspapier aus. Dann kannst du Farbe (und Pinsel) holen. Nimm ein T-Shirt (oder etwas anderes, was du bedrucken möchtest) und lege eine Pappscheibe als feste Unterlage in die Mitte hinein. Mit einem Messer schneidest du nun eine dicke Kartoffel erst durch und dann mit Hilfe einer Ausstechform eine Figur hinein. Die Kartoffel ist nun ein Stempel, den du nur noch mit Farbe bestreichen musst, um einen Abdruck zu machen. Mach das mit vielen Kartoffeln und bedrucke dein T-Shirt mit verschiedenen Bildern.
2) Fühlmemory
Spiele dieses Spiel mit mehreren Kindern. Einigt euch, wer beginnen soll. Demjenigen werden die Augen verbunden. Die anderen mischen nun alle Memory-Karten und legen sie so hin, dass alle erreicht werden können. Nun kann der Spieler versuchen, durch Ertasten gleiche Paare herauszufinden. Dazu hat er 2 Minuten Zeit (oder mehr). (Variation: Ein Spielleiter bekommt als einziger die Augen nicht verbunden. Alle anderen können der Reihe nach versuchen, zusammengehörende Paare herauszufinden. Nur bei einem richtig herausgefundenen Paar darf noch mal gesucht werden.)
3) Ratequiz
Hier siehst du mehrere ungewöhnliche Dinge, die in irgendeiner Weise zur Kleidung gehören. Versuche herauszufinden, wozu sie gehören und was man mit ihnen anfangen kann. (Wenn du es nicht selber herausfinden solltest, kannst du auf der Karte nachschauen, die es für den Gegenstand gibt.)
4) Weben
Du kannst selber einen Webrahmen basteln. Dazu nimmst du ein schwarzes Tonpapier und schneides es nach der Schablone zurecht. Zusätzlich musst du ein Schiffchen basteln, das ist ein Tonpapier-Stück, auf das nachher das Band aufgezogen und durch die aufgespannten Fäden durchgezogen wird (Variation: In der Anzahl der Kinder vorbereiten).
Wenn du damit fertig bist, kannst du zuerst (weiße) Fäden auf den Webrahmen spannen [einen Webrahmen als Beispiel vorbereiten!]. Danach kannst du das Schiffchen abwechselnd über und unter die aufgespannten Fäden ziehen und das durchgezogene am Ende an die unterste Kante drücken. Jedes Band muss straff genug sein. Wenn du Hilfe brauchst, lass es dir von anderen Kindern oder einer Lehrkraft zeigen.
|
|
|
|
D. Entstehung und Entwicklung von Kleidung („Reise in die Welt der Kleider“)
Kannst du dir eigentlich vorstellen, wie die Menschen vor 100, vor 1000 oder gar vor 10.000 Jahren aussahen und was für Kleider sie trugen? Bau dir einfach eine Zeitmaschine und reise zurück in die Zeit, um es herauszufinden.
1) Zeitreise (Steinzeit, Römerzeit, Barock, 1970er)
Bau dir eine Zeitmaschine, überlege, wie sie aussehen könnte. (Variation: Zeitmaschine vorbereiten).
Setzt euch wie auf einem Motorrad hintereinander. An der Spitze direkt an der Zeitmaschine sitzt ein erfahrener Zeitreisender (zuerst der Erwachsene, später möglicherweise eines der Kinder).
Haltet euch gut aneinander fest. Die Reise in die Phantasie beginnt. Zu Beginn machen wir einen Riesen-Sprung, es rüttelt und ruckt, beinahe kommen wir aus der Bahn, doch dann schaffen wir es doch und landen. Wir schauen uns um, um zu begutachten, wo wir sind. Plötzlich kommt uns ein Mensch nur in einem Fell bekleidet entgegengerannt und an uns vorbei. Er hält einen Speer in der Hand und ist im Begriff ihn genau wie einige anderen Menschen auf einen Bären zu werfen. Sie treffen und der Bär sinkt zu Boden. Mit einem Messer wird das Fell abgezogen und das Fleisch aufgeteilt. Das Fell behandeln sie sehr vorsichtig, daraus soll ein Umhang werden. Sie gehen in ihr Lager und wir folgen ihnen. Dort hängen schon mehrere Felle zum Trocknen. Die gleichen tragen sie, wir dürfen auch eins anziehen (vorbereitete Felle hervorholen und anziehen lassen).
Wir schauen auf die Uhr und sehen, dass wir weiter müssen. Ein letztes Winken und wieder geht es in die Zeitmaschine. Diesmal reisen wir in der Zeit voraus, direkt zu den Römern. Mitten auf einem Marktplatz trudeln wir ein. Beinahe wären wir auf die Tomaten gefallen. Das ist ja noch mal gut gegangen. In unseren Fellen fallen wir hier doch schon sehr auf, ein Glück, dass gerade einige Togas herumliegen (die Togas anziehen lassen). Wir schauen uns umher und nutzen die Gelegenheit etwas zu essen. Äpfel und Tomaten liegen gerade bei uns. Alle Leute laufen hier mit einer Toga herum, die meisten weiß, manche auch etwas dunkler, scheinbar sind das etwas reichere Leute. Gerade scheint ein Streit zu beginnen zwischen einem Händler und einer Frau. Die Menge wird lauter, wir verziehen uns lieber, bevor es zu brenzlig wird. Schnell steigen wir in unsere Zeitmaschine und reisen in der Zeit noch weiter voraus bis in die Barockzeit. Hier sehen die Menschen komisch aus, irgendwie aber auch schön oder lustig (mehrere farbige Bilder mit Frauen und Männern in Barockkleidern vorbereiten). Wir scheinen in einem riesengroßen Saal zu sein mit einer ebenso großen Feier. Die tanzen ja komisch, einmal vor, dann wieder zurück, in die Runde. Plötzlich entdeckt man uns. Hier findet man es wohl nicht so toll, wenn man in einer einfachen Toga vorbeischaut. Wir werden verscheucht. Gerade schaffen wir es noch in unsere Zeitmaschine. Jetzt wollen wir doch wieder nach Hause und drücken auf den entsprechenden Knopf. Aber wir schaffen es nicht ganz. 25 Jahre vor unserer Zeit kommen wir in die 1970er. Wir landen in einer Disco. Das sieht ja toll aus: Alles bunt und die Kleider erst (Kleider vorbereiten und anziehen lassen, möglicherweise zu etwas 1970er Jahre Musik tanzen lassen).
Wir mögen uns gar nicht trennen, denn die Zeit muss toll gewesen sein. Aber dann steigen wir doch in unsere Zeitmaschine und fliegen den kurzen Weg nach Hause. Da werden wir viel zu erzählen haben...
2) Zeitstrahl
Auf einer ausgerollten Tapete kannst du nun das aufzeichnen, was du von deiner Zeitreise berichten kannst. Macht auf der Tapete vier Abschnitte (Steinzeit, Römerzeit, Barock, 1970er) und teilt euch das malen auf, so dass ein Kind nur zu den Erlebnissen von einer Zeit etwas malt. Die fertige Tapete könnt ihr am Ende in der Klasse aufhängen und den anderen davon berichten.
3) Puzzle
Hier findest du mehrere Puzzle mit Bildern von verschiedenen Kleidern aus unterschiedlichen Zeiten. Setz sie zusammen und schau dir die Kleider an. Was fällt dir auf. Auf der Rückseite findest du eine kurze Beschreibung. Dort kannst du auch lesen, aus welcher Zeit die Kleider stammen.
4) Buch: „Kleidung und Mode“
Schau dir die Bilder in diesem Buch an und lass dir daraus vorlesen. Rede in der Gruppe über die unterschiedlichen Kleider. Wie sehen sie aus? Was haben Kinder auf den Bildern an? Würdest du das auch gern anziehen?
E. Reinigung und Aufbewahren von Kleidung („Fleck und Weg“)
Hast du schon mal Papa oder Mama beim Kleider-Waschen zugeguckt? Ab in die Waschmaschine, Klappe zu und nach einiger Zeit sind die Klamotten sauber. Aber was passiert da eigentlich? Und was machte man früher ohne Waschmaschine? Das und noch mehr kannst du hier herausfinden.
1) Fleckensammeln
Nimm ein altes Tuch oder T-Shirt und schmiere folgende Dinge darauf: Ketschup, Nuss-Nougat-Krem, Marmelade, Kettenschmiere. Vielleicht findest du noch andere Dinge.
2) Verschiedene Waschprogramme
(Nacheinander werden ähnliche Waschprogramme mit unterschiedlichen Reinigungsmitteln durchgeführt).
- Bereite drei große Schüsseln vor und hänge eine Wäscheleine auf.
- Nimm eine große Schüssel und fülle warmes Wasser hinein.
- Tauche das Stück Stoff mit den Flecken in das Wasser und lasse es kurz einweichen.
- Dann nimm das Reinigungsmittel a) keins, b) Kernseife, c) Waschpulver, d) Gallseife, e) Fleckensalz, ...) und lasse es mit dem Stoff einweichen, vielleicht schüttest du auch etwas direkt auf die Flecken.
- Nimm eine zweite Schüssel mit etwas warmem Wasser und stelle ein Waschbrett hinein. Hier kannst du den Stoff ganz fest an dem Waschbrett reiben, am besten genau dort, wo die Flecken sind. Vielleicht schaffst du es die Flecken hier ganz herauszubekommen.
- Nun brauchst du die dritte Schüssel mit Wasser. Dort tauchst du den Stoff noch mal ein, um das Reinigungsmittel wieder herauszubekommen und wringst ihn dann kräftig aus.
- Falls du ein chemisches Fleckenmittel gebrauchst [unbedingt in besonderer Aufmerksamkeit durch die Lehrkraft; sinnvoll: Gespräch über Giftigkeit für Mensch und Natur], kannst du es hier auf die Flecken geben. Sei dabei sehr vorsichtig! Danach musst du den Stoff natürlich noch mal anfeuchten und auswringen.
- Zum trocknen kannst du den Stoff wie in der Waschmaschine schleudern, in dem du ihn in der Luft wie ein Propeller drehst. Pass dabei auf andere auf!
- Damit der Stoff ganz trocknet, kannst du ihn über die Wäscheleine hängen.
- Vergleiche am Ende die unterschiedlichen Ergebnisse der verschiedenen Reinigungsmittel und rede darüber mit den anderen.
3) Zusammenlegen
Nimm einige Kleider und versuche sie zusammenzulegen. Vielleicht hast du es schon mal bei deinen Eltern gesehen, wie die Kleider gefaltet werden, damit sie, ohne viel Platz einzunehmen, im Schrank liegen. Lass dir möglicherweise von anderen Kindern oder der Lehrkraft helfen. Nimm auch verschiedene Kleiderbügel und versuche es daran.
4) Mottenkugeln
Schau dir die verschiedenen Mottenkugeln an und rieche daran. Was fällt dir auf. Wofür sind die eigentlich gut? Sind sie überhaupt notwendig
5) Geheimschilder
F. Sonstiges
1) Modenschau
Hier kannst du dir aus dem Berg an Kleidern etwas heraussuchen, das dir gefällt. Zieh es an und lauf damit wie bei einer Modenschau auf dem Laufsteg. Das können die Matten in der Turnhalle sein. Denk dir auch einen Namen für die Zusammenstellung der Kleider aus. Einige andere Kinder können auch Modelle sein. Alle, die gerade nicht auf dem Laufsteg sind, sind das Publikum, das klatscht, wenn jemand Kleider vorführt.
2) Der „Klassenpantoffel“
Du kannst Pantoffel von zu Hause (oder aus der Altkleidersammlung) mitbringen. Diese werden dann im Klassenraum angezogen. Mit anderen Schuhen darf der Raum dann nicht mehr betreten werden.
3) Kostümfeier
Falls gerade ein Fest ansteht oder sogar Fasching/ Karneval ist, könnt ihr ein Kostümfest vorbereiten. Dazu schmückt ihr den Raum mit Luftschlangen, Luftballons und anderen Dingen. Bringt Kostüme mit oder vielleicht basteln eure Eltern ja mal selber mit euch ein eigenes Kostüm.
4) Spiel „Kleider machen Leute“
Jede/r SpielerIn wählt eine Spielfigur. Es wird ausgewürfelt, wer das Spiel beginnt, die höchste Zahl gewinnt. Es wird abwechselnd im Uhrzeigersinn gewürfelt und gesetzt. Bist du an der Reihe, so setzt du deine Spielfigur um die gewürfelte Augenzahl weiter. Kommst du auf ein farbiges Feld, musst du eine Karte der jeweiligen Farbe ziehen. Dann versuchst du, die Frage zu beantworten oder auszuführen. Schaffst du es nicht, so musst du es in der nächsten Runde mit einer neuen Karte noch mal versuchen. SiegerIn ist, wer als erster oder erste im Ziel ist.
|
|
|
|
5) Filme zum Thema
- PUR - Beiträge zum Thema Mode:
Hier wird das Thema Kleidung aus der Sicht von Kindern ab etwa 9 oder 10 Jahren dargestellt. Es geht hauptsächlich um den Begriff Mode und auch um den Umgang mit Markenkleidern. - Löwenzahn - „Mit Nadel und Faden“:
Peter Lustig geht auf seine verspielte, experimentelle Art dem Herstellungsprozess sowie der Geschichte und der Vielfältigkeit von Kleidung auf den Grund. - Mittendrin - Kleidung:
Hier stellt Peter Lustig das Thema für ältere Kinder eher unter dem Aspekt der Ökologie vor, d.h. es geht u.a. um Waschmittel und deren ökologische Konsequenzen. - Siebenstein:
Für (sehr) junge Kinder wird das Thema durch eine Tarnkappe oder auch durch eine verkürzte Trickfilmdarstellung von „Des Kaisers neue Kleider“ veranschaulicht. Auch der Herstellungsprozess vom Schaf zum Pullover wird eindrucksvoll geschildert.
6) Lied: „Mein Hut, der hat drei Ecken“
1. Mein Hut, der hat drei Ecken, drei Ecken hast mein Hut und hätt er nicht drei Ecken, dann wär es nicht mein Hut.
Zeichen:
- Hut: als Dach geformte Hände über Kopf
- Ecke: als Ecke geformte Hände vor dem Körper
- drei: drei Finger
2. Mein Schuh, der hat zwei Löcher, zwei Löcher hat mein Schuh und hätt er nicht zwei Löcher, dann wär er nicht mein Schuh.
Zeichen:
- Schuh: auf Schuh zeigen
- Löcher: Kreis mit Daumen und Zeigefinger
- zwei: zwei Finger
3. Mein Buch, das hat vier Ecken, vier Ecken hat mein Buch und hätt es nicht vier Ecken, dann wär es nicht mein Buch.
Zeichen:
- Buch: mit Zeigefinger formen
- Ecke: s. links)
- vier: vier Finger
(Nach einer Weile (oder von Anfang an) kann der logischen Folge wegen erst Strophe zwei (zwei/ Kreis), dann Strophe eins (drei/ Dreieck) und dann Strophe drei (vier/ Viereck- Rechteck) gesungen werden. Damit wird man zugleich Aspekten der Mathematik mit dem Zählzahlaspekt und der Formenlehre gerecht.)
3. Literatur, Videos, Tonträger
a) für Lehrkräfte
-
Bollinger, A.: So kleideten sich die Inka. Gewinnung von Pflanzenfasern, Haltung von Wolltieren, Jagd auf Vincuñas, Spinnen und Weben, das Färben von Textilien. Kleider und Textilien im alten Peru. Dießenhofen 1983.
-
Boor, L. de/ Goebel, R. (Hg.): Kleidung als Urbild. Hemd, Hut und Hose. 2. Aufl. Stuttgart 1981.
-
Böth, G.: „Selbst gesponnen, selbst gemacht...“ Wer hat sich das nur ausgedacht. Trachtenforschung gestern, Kleidungsforschung heute. Begleitheft zur Ausstellung. 2. Aufl. Cloppenburg 1987.
-
Lehmann, P.: Die Kleidung, unsere zweite Haut. Wesentliches über naturgemäße Kleidung. Dreieich 1981.
-
Raudszus, G.: Die Zeichensprache der Kleidung. Untersuchung zur Symbolik des Gewandes in der deutschen Epik des Mittelalters. Hildesheim 1985.
-
Zischka, A.: 5000 Jahre Kleidersorgen. Eine Geschichte der Bekleidung. Leipzig 1943.
b) für Kinder
- Creseveur, M./ Pellissier, M./ Jörg, H./ Zillgen, B.: Differix Klassenbibliothek: Unsere Kleidung. En quoi sont faits nos habis? . Berlin 1981.
- Galeron, H.: Meyers kleines Kinderlexikon: Die Kleidung. Mannheim 1994.
- Kühnel, H. (Hg.): Bilderwörterbuch der Kleidung und Rüstung. Vom alten Orient bis zum ausgehenden Mittelalter. Stuttgart 1992.
- Rowland-Warne, L./ McAuley, L./ Hartkamp, C.: Kleidung und Mode. Von der Toga bis zur Mode der Punks. Hildesheim 1994.
- Spielberg, S./ Starbright Foundation: Des Kaisers neue Kleider. Nach Hans Christian Andersen. Hamburg 1999.
c) Videos
-
Löwenzahn: Mit Nadel und Faden (ältere Ausgabe) (erhältlich bei der Löwenzahn- Redaktion, ZDF-tivi in Mainz) mittendrin: Kleidung (1997) (erhältlich bei der mittendrin- Redaktion, ZDF-tivi in Mainz)
-
PUR: Beiträge zur Mode (1998) (erhältlich bei der PUR- Redaktion, ZDF-tivi in Mainz)
- Siebenstein: Kleider machen Leute (1999) (erhältlich bei der Siebenstein- Redaktion, ZDF-tivi in Mainz)